Segelflugzeugbenzin als großer CO² – Erzeuger

Was ist Segelflugzeugbenzin? Luft. Die Bezeichnung von vielen LKW – Fahrern für das Fahren ohne Ladung oder mit minimalem Gewicht der Ladung. Das Leer- bzw. geringe Gewicht der Ladung beeinträchtigt das Fahrverhalten nicht. An Steigungen gibt es kaum ein Leistungsabfall, die Geschwindigkeit verringert sich beim Berg auffahren unwesentlich.

Leerfahrten die sich nicht umgehen lassen

Spezialfahrzeuge wie Tankwagen zum Transport von Flüssigkeiten, Stäuben, Gasen sowie LKW für rieselfähigen Transportgut können nur für diese Zwecke eingesetzt werden.

LKW CO2 Erzeuger

Ein LKW der Bitumen für den Straßenbau transportiert und eine Mischanlage versorgt kann schon aus Produktionsgründen keine Rückladungen aufnehmen. Ein Milchtransporter zwischen Bauernhof und Molkereibetrieb fährt nur Milch und kann zwischenzeitlich keine Zwischenladungen transportieren.

Leerfahrten vor allem im Fernverkehr

Im internationalen Fernverkehr treten eine Vielzahl von Leerfahrten auf, da Rückladungen zur Ausgangsregion nicht immer vorhanden sind. Fahrzeuge aus dem Ausland übernehmen die Fahrten in die entsprechenden Lieferländer und stehen damit vor demselben Problem der Rückladung. Um eine Ladestelle zu finden, um in das Ausgangsland zu finden werden oft mehrere hunderte Kilometer leer gefahren.

Neben dem internationalen Fernverkehr stehen im nationalen Verkehr ebenfalls Leerfahrten auf der Tagesordnung. Große Umwege entstehen, wenn die Fahrer regelmäßig über den Betriebshof der Firma fahren sollen. Der Kraftstoff in der Betriebstankstelle ist wenige Cent preiswerter als an einer herkömmlichen Tankstelle. Den Preis für die Kosteneinsparung zahlen alle Bürger und die Umwelt.

Just in Time

Für die Industrie sehr praktisch, es werden keine Kapazitäten und Kosten benötigt für die Materiallagerung. Das Lager ist die Straße, Tonnen von Material lagern auf den Lastkraftwagen und fahren „Kreuz und quer“ auf den Straßen. Das Material lagert auf den Autobahnen, Landstraßen und Parkplätzen um schließlich vor den Firmen ebenfalls als Zwischenlager auf dem LKW bis zum entsprechenden Zeitfenster entladen zu werden. 

Dass der Motor des LKW ständig läuft, um die Batterien zu laden, spielt dabei keine Rolle. Die meisten Abgase gelangen in den Wintermonaten in die Umwelt. Das rollende Lager steht am Wochenende auf Autobahnparkplätze, entsprechend den Ruhezeiten der Fahrer.

Da die Batteriekapazität nicht ausreicht die Standheizung mit Strom zu versorgen, laufen die Motoren fast das ganze Wochenende. Hoch lebe der CO 2 Ausstoß und das bei tausenden von LKW und nicht nur am Wochenende, da jeder Fahrer andere Ruhezeiten hat. Jeden Tag, die ganze Woche, jeden Monat, fast 365 Tage im Jahr, bis auf wenige Feiertage laufen die Motoren ohne das die Ware bewegt wird.

Eine weitere Belastung der Umwelt ist die Nichtauslastung der Ladekapazität. Zwischen Ladetermin und Entladetermin ist die Zeitvorgabe so eng, dass eine weitere Ladestelle anzufahren um die Ladekapazität auszulasten nicht möglich ist.

Ein Beispiel, welches ich regelmäßig erfahren durfte

Eine Entladestelle nordöstlich von London, einmal quer (Leerfahrt) bis fast an die Westküste zur Beladestelle. Eine ganz kleine Manufaktur, nur etwas größer als eine handwerkliche Schlosserei. Ein Lager nicht größer als die gesamte Ladefläche des LKW. Drei Europaletten mit Ösen, Ladegewicht ca. eine Tonne, das war es schon.

Terminfracht „Just in Time“ für einen Autohersteller in Belgien, Abladestelle in Genk (Belgien). Das Zeitfenster (Ankunft Zeitraum, in dem das Abladen erfolgen soll) von der Abfahrt bis zur Ankunft ist so eng, dass einen zusätzlichen Laden, um die Ladekapazität auszulasten, nicht möglich ist.

Ab geht es mit drei Paletten, 33-34 Paletten könnten geladen werden. Gewicht ca. eine Tonne, ca. 25 Tonnen könnten transportiert werden. So geht die Fahrt los mit 24 Tonnen Segelflugzeugbenzin. Diese Tour wurde im Monat mehrmals durchgeführt.

In Genk leer, abwarten auf Ladung um die Tour Richtung Heimatstadtort wenigstens halbwegs mit Ladung anfahren zu können.

Ohne „Just in Time“ würden sehr viel Fahrten mit halber Ladung erfolgen, das einzige Problem hätte die Industrie. Es müssten nur Lagerkapazitäten geschaffen werden. Lagerkapazitäten kosten der Industrie viel Geld, da ist es vom Vorteil das Lager auf die Straße zu legen. Der daraus resultierende Gewinn dürfte ordentlich sein. Allerdings vergessen die Nutznießer vor der Umweltverschmutzung und deren Folgen, kann man auch mit Geld nicht weglaufen.

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