Keine Angst mehr vorm Fahren auf winterlichen Straßen und schlechter Sicht

Nicht alle Autofahrer fühlen sich auf winterlichen Straßen sicher. Die größte Gefahr auf winterlichen Straßen ist, wenn sich Fahrer nicht auf die winterlichen Verhältnisse einstellen.

Eine Vielzahl von Fahrern behält den Schönwetterfahrstiel bei, vergrößern weder den Sicherheitsabstand noch verringern sie die Geschwindigkeit.

Mehr Sicherheit auf winterlichen Straßen ist Zeit

Die größte Gefahr bei winterlichen Straßenbedingungen und schlechter Sicht ist Zeit, der Satz „Ich habe keine Zeit“ oder „Ich muss los zu einem Termin“ sollte anders lauten.

Ich bin nicht in der Lage, meine Zeit richtig einzuteilen

Zeiteinteilung ist nicht schwer, wenn es sich um Wege im Straßenverkehr handelt. Im Wesentlichen kennt jeder Fahrer seine Strecken bzw. die Fahrzeit die benötigt wird, um von A nach B zu gelangen. Das Problem dabei ist, dass es sich nur um die reine Fahrzeit handelt. 

Ein und Aussteigen, der Weg zum Parkplatz oder Garage.  Anziehen muss sich der Fahrer auch noch und am Zielort der Weg vom Parkplatz zum endgültigen Ziel B wieder ausziehen. Nicht eingeplant ist das Tanken, ein zusätzlicher Weg zur Toilette und der kurze Tratsch auf dem Parkplatz mit einem Nachbarn oder Kollegen.

Vergessen wird sehr oft, dass sich die Straßenbedingungen plötzlich ändern können wie Schneefall, Glatteis oder schlechte Sicht. Routenplaner lassen bei den Zeitangaben alle Störfaktoren außer acht, somit kommt eine verfälschte Fahrzeitangabe heraus.

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In diesem Fall dürften am frühen Morgen alle Termine platzen. Neben dem Schnee auf der Straße und dem damit verbundenen langsam Fahren muss erst einmal das Auto vom Schnee befreit werden.

winterliche Straße

Aus Zeitmangel wischen eine Vielzahl von Fahrern nur ein Sichtloch auf die Scheibe der Fahrerseite der Frontscheibe. Eine Rundumsicht ist damit ausgeschlossen, die damit verbundene Gefahr sehen die Fahrer nicht, im Kopf scheint nur das pünktliche Ankommen zum Termin wichtig sein.

Mit einer ordentlichen Rundumsicht lässt sich viel sicherer und schneller vorwärtskommen, da der gesamte Verkehr eingesehen werden kann.

Das Problem des zusätzlichen Zeitverlustes hätte ein früher Blick aus dem Fenster und der Wetterbericht vom Vorabend ausschließen können. Das Fahrzeug hätte in aller Ruhe vom Schnee befreit werden können und auch das frühere Losfahren wäre dann kein Problem.

Wird zu der reinen Fahrzeit alles eingerechnet, dürfte sich die Zeit mindestens verdoppeln bis verdreifachen.

Mehr Sicherheit durch Respekt vor den winterlichen Straßenverhältnissen

Verliert ein Fahrer den Respekt vor der Natur, verliert er auch die Kontrolle über das Fahrzeug. Vergisst der Fahrer das die Natur nicht beeinflussbar ist, egal wie viele Assistenzsysteme und sonstige Zusatzeinrichtungen ein Fahrzeug hat, kommt irgendwann der Punkt und die Natur übernimmt die Kontrolle über das Fahrzeug.

Der Preis für die Selbstüberschätzung des Fahrers, er landet im Straßengraben, an einem Baum, im Krankenhaus und schlimmstenfalls auf dem Friedhof.

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Schlechte Sicht durch Nebel kostet Fahrzeit, vorausgesetzt die Geschwindigkeit wird den Sichtbedingungen angepasst.

Straße im Winter

Ein Zeitverlust lässt sich ausschließen, wenn der Wetterbericht beachtet wird, auch wenn dieser keine 100 % Genauigkeit voraussagen kann, somit kann von vornherein eine länger Fahrzeit eingeplant werden.

Nicht zu viel auf die Assistenzsysteme verlassen

Assistenzsysteme sorgen für mehr Sicherheit, ersetzen aber nicht den Fahrzeugführer. Ein selbstfahrendes Fahrzeug würde die Straßenverhältnisse erkennen und automatisch langsamer fahren, den Sicherheitsabstand vergrößern und das gesamte Fahrverhalten den Witterungsbedingungen anpassen.

Da aber immer noch der Mensch das Fahrzeug führt und die Verantwortung trägt, sollte er auch entsprechend seinem Fahrverhalten den Straßen- und Witterungsbedingung anpassen.

Assistenzsysteme dienen nur zur Unterstützung des Fahrzeugführers selbst, wenn das Fahrzeug selbstfahrend ist.

Wie verliert der Fahrer die Angst vor den winterlichen Straßen und der schlechten Sicht?

Die beste Lösung ist ein Fahrsicherheitstraining Winter, dieses kostet zwar ein paar Euro, aber die Kosten nach einem Unfall dürften höher sein. Das Blech ist versichert die Gesundheit nicht.

Wichtig ist es zu lernen, die Zeit besser einzuteilen, früher aufstehen und früher Losfahren bringt die Zeit um auf den winterlichen Straßen langsamer fahren zu können.

Es spielt im Wesentlichen keine Rolle, ob man zur Kaffeezeit 15.00 Uhr oder 15.10 Uhr zu Hause ist.

Auch das zu spät kommen zu einem Termin, Arzt oder der Arbeitsbeginn bei plötzlichen Änderungen der Fahrbahnverhältnisse wie Glatteis oder schlechte Sicht durch Nebel ist unwesentlich, im Zeitalter der mobilen Telefone lässt sich alles regeln.

Termine lassen sich verschieben – Schaden an der Gesundheit nicht

Lieber zu spät ankommen als nie

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Dieser Winter war ja mal wirklich sehr mild!
    Bei uns im Norden gab es keinen einzigen Tag, an dem ich Winterreifen gebraucht hätte.
    Ich kann mich nicht erinnern, dass es in meinem Leben jemals so wenig Schnee gab!
    Fürs Autofahren selbst ist das natürlich super!

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