Getriebe defekt: Wie entstehen eigentlich Getriebeschäden am Fahrzeug und wie kann man diese vermeiden?

Wir Deutschen lieben unsere Autos. Doch wenn die guten Stücke ihren Geist aufgeben, kann es schnell teuer werden. So ist unter anderem der Getriebeschaden eine äußerst kostspielige Angelegenheit, bei dem der Besitzer schnell eine vierstellige Summe investieren muss. Doch was sind eigentlich die Ursachen für einen Defekt am Getriebe? In den folgenden Zeilen wird erklärt, durch welche Symptome sich ein Getriebeschaden in der Regel ankündigt und wie ein solcher erkennbar ist.

Warum kommen Getriebeschäden besonders bei älteren Autos häufig vor?

Das Getriebe für PKW und andere Fahrzeuge ist ein sehr komplexer Bestandteil des Antriebsstrangs, der während der täglichen Laufleistung hohen Belastungen ausgesetzt ist. Die Ursachen für einen Getriebeschaden können daher sowohl menschlicher als auch technischer Natur sein. So gibt es beispielsweise Zulieferer und Produzenten, die bekannt dafür sind, mit minderwertigen Komponenten zu arbeiten, sodass kaum noch menschliches Zutun notwendig ist, um nach einer gewissen Laufleistung einen Schaden am Getriebe durch den allgemeinen Verschleiß herbeizuführen.

Schaden am Getriebe

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch die Fahrer, deren Fahrstil höchste Anforderungen an das Getriebe stellen. Doch egal ob Getriebeschaden durch Verschleiß oder durch menschliches Zutun: Er ist üblicherweise äußerst kostenintensiv, sodass die Reparaturkosten besonders bei älteren Autos den Wert des Fahrzeugs meist übersteigen.

Woran erkennt man, dass das Getriebe Probleme macht?

Wer beim Fahren rasselnd-metallische Geräusche vernimmt oder wenn sich Vibrationen bemerkbar machen, können dies erste Anzeichen sein für ein Getriebeproblem. In diesem Fall sollte nach Möglichkeit eine Fachwerkstatt aufgesucht werden, denn die Ursache kann hier noch vergleichsweise harmlos sein und sich eventuell nur auf einzelne Komponenten beschränken, sodass sich die Reparaturkosten in Grenzen halten.

Getriebe am Auto defekt

Es ist wichtig, als Fahrer immer auf das Schaltverhalten des Getriebes zu achten. Lässt sich jeder Gang ohne zusätzlichen Druck problemlos einlegen? Springt der Gang manchmal selbstständig heraus oder wird die Schaltung zunehmend hakeliger? Dann sollte eine Überprüfung des Getriebeöls durchführen werden, damit eine optimale Schmierung gewährleistet ist. Im Laufe der Zeit büßt das Öl an Viskosität ein, sodass es zu einem Öl-Mangel und einer damit verbundenen, starken Reibung kommen kann. Regelmäßige Wartungsintervalle am PKW sollten stets zuverlässig eingehalten werden, denn in denen wird auch der Getriebeölstand überprüft.

Wie kann man Getriebeschäden effektiv vorbeugen?

Um einem solch kostspieligen Schaden am PKW vorzubeugen, sollten einige Maßnahmen seitens des Fahrers ergriffen werden. Dazu gehört es nicht nur, den Gang niemals mit Gewalt einzulegen, sondern auch sogenannte Motorbremsen sollten vermieden werden, da diese die Kupplung und das Getriebe unnötig belastet. Darüber hinaus ist es auch sinnvoll, auf unnötige Fahrten in der Stadt zu verzichten, denn die zahlreichen Beschleunigungs- und Bremsmanöver solcher Kurzstrecken sorgen für einen hohen Verschleiß. Nicht zuletzt ist es unerlässlich, regelmäßige Ölwechsel durchführen zu lassen, denn nur durch eine regelmäßige Wartung lassen sich drohende Schäden erkennen und unter Umständen verhindern.

Ratgeber: Worauf sollte man zum Beispiel beim Gebrauchtwagenkauf bzgl. des Getriebes achten?

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen will, sollte unbedingt im Vorfeld einen Getriebe-Check durchführen. Im Stand und bei laufendem Motor werden dafür die einzelnen Gänge nach und nach eingelegt, was ohne kratzende Geräusche funktionieren muss. Besonders gut merkt man ein mögliches Kratzen beim Zurückschalten von dem dritten in den zweiten Gang. Während der Fahrt sollte man zudem kurz bei eingelegtem Gang das Gas wegnehmen, um sicherzustellen, dass das Getriebe nicht laut aufheult. Dies könnte nämlich auf abgenutzte Gangräder hindeuten. Zu guter Letzt ist eine Überprüfung des Kupplungsspiels notwendig (maximal drei Zentimeter Spiel) sowie des Gestänges auf undichte Stellen oder sonstige Schäden.

Fazit

Bei einem Getriebeschaden handelt es sich häufig um einen Schaden am PKW, der mit äußerst kostspieligen Reparaturen einhergeht. Glücklicherweise kann das eigene Fahrverhalten dazu beitragen, das Getriebe nachhaltig zu schonen. Darüber hinaus ist eine regelmäßige Wartung des Autos in einer Fachwerkstatt ratsam, denn hierdurch lassen sich Folgeschäden und damit verbundene Reparaturkosten von vornherein vermeiden.

Hinweis: Hierbei handelt es sich um einen Gastartikel von Peter Schmidt.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Einen Getriebeschaden kann man in manchen Fällen nicht vermeiden! Es liegt einfach an den schwach ausgelegten Materialien. Natürlich sollte man sein Fahrzeug immer warten in einer Fachwerkstatt und die Wartungsintervalle für das wechseln vom Getriebeöl beachten.

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