Motoröl 10W40-5W30-20W40

Die Kennzeichnung der Öle sagt etwas über ihre Eigenschaften aus.

Für den mitteleuropäischen Durchschnittsautofahrer dürften die Kennzeichnungen keine Rolle spielen, er sollte nur das Öl verwenden welches der Fahrzeughersteller vorschreibt.

Wer aus Kostengründen über eine andere Ölsorte nachdenkt, könnte seinen Kind auch Regenwasser zum trinken geben, Regenwasser gibt es gratis vom Himmel, Leitungswasser muss man bezahlen.

Ausnahmen:

Sollten Sie das Fahrzeug nach Sibirien oder in noch kältere Regionen der Erde überführen, bedarf es spezielle Öle die Kältebeständig sind. Eine weitere Ausnahme, das Fahrzeug wird in der Sahara oder anderen heißen Orten unserer Erde bewegt.

Die Bezeichnungen der Öle sagt etwas über die Viskosität aus

Die Viskosität ist das Maß der Zähflüssigkeit einer Flüssigkeit, der Wert der Viskosität ist die Fluidität, sie ist das Maß der Fließfähigkeit.

Die Viskosität wird in Viskositätsklassen eingeteilt:

  •  SAE seit 1911von der Society of Automotive Engineers

Welches Öl eingesetzt wird, ist abhängig von den Außentemperaturen unter denen das Fahrzeug eingesetzt wird. In Sibirien bei Temperaturen unter -25 Grad C wird ein dünnflüssiges Öl benötigt, in der Sahara ein dickflüssiges Öl.

Die angebotenen Mehrbereichsöle sind so aufgebaut, dass sie sich bei Kälte wie ein dünnflüssiges und bei Hitze wie ein dickflüssiges Motoröl verhalten.

Die Zahlenangaben der Öle ist die Viskosität in den verschiedenen Temperaturbereichen.

Vor dem W ist der Wert bis minus °C

  • 0 W unter -35°C
  • 5 W bis -30°C
  • 10 W bis -20°C

Hinter dem Buchstaben der Wert bis plus °C

  • W 30 bis +30°C
  • W 40 bis +40°C
  • W 50 über +40°C

Motorenöl dient nicht nur zum schmieren sich bewegender Teile, sondern erfüllt noch andere Zwecke wie:

  • Verschleißschutz, Korrosionsschutz, Kühlen, Reinigen der Motorteile, Bindung von Fremdstoffen wie Ruß, Abrieb oder Staub

Um diese Zwecke erfüllen zu können werden weitere Anforderungen gestellt:

  • Dichtungen dürfen nicht beschädigt werden, hohe Gebrauchsdauer, geringer Öl- und Kraftstoffverbrauch, Umwelt- und Kraftstoffverträglichkeit.

Motorenöle unterscheiden sich weiter in Mineral-, Synthetische-, Biogene-, Mehrbereichs- und Leichtlauföle. Jeder Motorenhersteller gibt für das zu verwendende Öl noch Bezeichnungen an, diese sollten eingehalten werden.

Heutige Hochleistungsmotoren sollten nicht mit Nullachtfünfzehn-Motorenöl versorgt werden, jedes Motoröl benötigt die Freigabe des Motorenherstellers, um Schmierprobleme und damit verbundene Motorschäden zu vermeiden.

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