Leitpfosten machen das Fahren sicherer

Der weitläufigste Begriff dürfte Leitpfosten sein, diese lassen sich auch als Begrenzungspfahl oder Straßenbegrenzungspfeiler bezeichnen. Leitpfosten erleichtern das Orientieren, sie kennzeichnen den Fahrbereich und das Ende des befestigten Straßenrand, was gerade bei höheren Geschwindigkeiten und in der Dunkelheit von Vorteil ist.

Eine der meist gestellten Fragen: Wie weit ist der Abstand zwischen den Leitpfosten?

50 Meter, ausgenommen sind Kurven und unübersichtliche Kuppen, dort kann der Abstand geringer sein, der Abstand von der äußersten befestigten Straßenoberfläche sollte 50 Zentimeter sein, Ausnahmen sind möglich.

Wo findet man die gesetzliche Regelung?

In der STVO (Straßenverkehrsordnung) Zeichen 620, geregelt im § 43 STVO, Absatz 3 Verkehrseinrichtungen, Anlage 3 Verkehrseinrichtungen, Abschnitt 3 Einrichtung zur Kennzeichnung des Straßenverlaufs. Weitere Informationen findet man im Katalog der Verkehrszeichen -VzKat 1992-. Zu diesen Vorschriften gesellen sich noch einige Verwaltungsvorschriften (VwV-StVO) und Sonderregelungen, diese lassen Änderungen zu, die sich aus örtlichen Gegebenheiten ergeben. Als Autofahrer ist es ausreichend, den Abstand unter herkömmlichen Bedingungen zu kennen und der ist 50 Meter. An Kreuzungen, Abbiegespuren kann sich der Abstand ändern wie auf Bild 1 zu sehen. Auch der Abstand vom befestigten Teil der Fahrbahn kann sich ändern, so kann es an engen Aus- oder Einfahrten vorkommen, dass die Pfeiler auf Leitplanken montiert sind und der Abstand andere Maße hat.

Leitpfosten machen das Fahren sicherer

Der Abstand der Leitpfosten ermöglicht ein sicheres Fahren

Beim Fahren auf der Landstraße, Autostraße oder Autobahn sollte der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug bei Tempo 100 km/h 50 Meter betragen (die Hälfte der angezeigten Geschwindigkeit), der Abstand zwischen zwei Leitpfosten. Erhöht sich die Geschwindigkeit erweitert sich auch der erforderliche Abstand der Pfeiler zum Abschätzen des Sicherheitsabstand. Hält man den Sicherheitsabstand ein, kommt man wenn das vorausfahrende Fahrzeug plötzlich stehen bleibt oder ein Hindernis auftritt, bei konzentrierter Fahrweise problemlos zum stehen ohne das es zu einem Auffahrunfall kommt, vorausgesetzt die Fahrbahn ist trocken.

Leitpfosten machen das Fahren sicherer

Man sollte beim Fahren nicht beginnen zu rechnen

Während der Fahrschulausbildung lernt man den Bremsweg zu berechnen. Ob man beim Fahren noch zum Rechenkünstler werden muss, sei dahingestellt. Man ist schon bei normalen Verkehrsverhältnissen genügend gefordert, um sicher durch Straßenverkehr zu kommen. Das Rechnen dürfte da wohl fehl am Platz sein, auch über Reaktionszeit, Brems- und Anhalteweg sollte man nicht zu viel nachdenken, die Ablenkung wie war das noch, dürfte in einer brenzligen Situation zum Auffahrunfall führen.

Einfach an den Leitpfosten orientieren

Um das Fahrzeug zum Stehen zu bringen, kommen mehrere Kriterien zusammen, wie Reaktionsweg, Bremsweg, Gefahrenbremsung, Anhalteweg und Anhalteweg bei einer Gefahrenbremsung. An all das soll der Fahrer denken. Wichtig ist nur rechtzeitig zum stehen zu kommen, lieber den Abstand etwas größer halten und die Meterzahl aufrunden, so ist man auf der sicheren Seite. Wir haben aufgerundet ,um sicherer zum stehen zu kommen, vorausgesetzt, es wird auch optimal auf die Bremse getreten, ist man sich nicht sicher sollte ein Sicherheitstraining absolviert werden.

Tempo in km/h

Trockene Fahrbahn

Nasse Fahrbahn

Schnee, Rollsplitt, Laub

Absolute Eis oder Straßenglätte

30

10 m

20 m

40 m

90 m

50

30 m

60 m

100 m

Am besten Fahrzeug stehen lassen

100

100 m

200 m

400 m

x

130

170 m

340 m

x

x

160

260 m

512 m

x

x

200

400 m

800 m

x

x

Die Angaben ergeben sich aus realen Bedingungen aus der Praxis und entsprechen nicht den errechenbaren Werten. Diese Bremswege dienen nur als Richtwerte und können sich je nach Situation ändern wie: Abgelenkter und unkonzentrierter Fahrer, Müdigkeit, Straßenbelag, Gewicht des Fahrzeuges, Sichtverhältnisse und Art der Bremsanlage sowie Fahrzeugtyp. Die x Werte lassen sich unsererseits nicht praktisch nachvollziehen und ließen sich nur errechnen, aus Eigenverantwortung würden wir nicht schneller fahren. Bei absoluter Eisglätte bleiben unsere Fahrzeuge stehen, nur wenn wir überrascht werden, würden wir die Fahrzeuge noch bewegen und selbst die 30 km/h sind im wesentlichen noch zu schnell, besser ist Schrittgeschwindigkeit und wenn es möglich ist, so schnell wie möglich aus dem Straßenverkehr. Wer trotzdem sein Fahrzeug bei den x Stellen in höherer Geschwindigkeit bewegt hat noch keine brenzligen Erfahrungen gemacht und im wesentlichen nur Glück gehabt. Erfahrungen kann solch Fahrer nicht haben, er handelt unverantwortlich und rücksichtslos.

Im Innerstädtischen – Bereich gibt es keine Leitpfosten

In Städten oder kleineren Ortschaften gibt es keine Leitpfosten zur Orientierung, höchstens es handelt sich um Autostraßen, Autobahnen oder Durchgangsstraßen die eine gesonderte Streckenführung haben. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften beträgt 50 km/h, der Abstand sollte ca. 3 PKW Längen inklusive der Sicherheitsabstand betragen. In Tempo 30 – Zonen knappe 2 PKW Längen und in verkehrsberuhigten Zone, hier gilt Schrittgeschwindigkeit, wenigsten eine PKW – Länge. Weitere Informationen über Leitpfosten findet man bei Meine-Auto-Tipps.de in der Kategorie „Gut zu wissen“ unter „Leitpfosten unscheinbarer Helfer“.

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