Gefahren mit Sommerreifen im Winter

Es gibt kein Gesetz, ab wann der Winter beginnt oder endet und es gibt auch keine Vorschrift, ab welchem Datum mit Winterreifen gefahren werden muss. Gesetzlich ist nur geregelt, dass unter winterlichen Straßenbedingungen wie Eis, Schnee oder Eis und Schnee Winterreifen vorgeschrieben sind, zumindest wenn das Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt wird. Wer sein Fahrzeug bei winterlichen Straßenbedingungen stehen lässt, braucht keine Winterreifen. Eine temperaturabhängige Regelung für das Fahren mit Winterreifen gibt es nicht. Wer also bei freien Straßen unterwegs ist, kann auf eigenes Risiko auch mit Sommerreifen fahren.

Das Risiko besteht darin, dass, wenn man sein Ziel erreicht hat und es kommt durch Schneefall zu winterlichen Bedingungen, müsste das Fahrzeug stehenbleiben. Ein weiteres Risiko besteht dann darin, dass der Fahrer mit Sommerreifen sein Fahrzeug nicht stehen lässt, wenn er sich zum Beispiel auf einem Parkplatz des Supermarktes befindet und nicht wartet, bis die Straßen wieder frei sind. Das Fahrzeug mit Sommerreifen wird dann auf den Straßen mit winterlichen Bedingungen bewegt und wird somit zur Gefahr für anderer Verkehrsteilnehmer. Sommerreifen haben eine andere Gummimischung wie Winterreifen, die Mischung der Winterreifen bietet auf Schnee und Eisfreien Straßen einen guten Grip sowie gute Fahreigenschaften auf trockenen oder nassen Straßen. Für die kalte Jahreszeit mit Eis und Schnee sind Sommerreifen nicht geeignet. Winterreifen sind mit einer speziellen Laufflächenmischung hergestellt, diese Mischung ermöglicht es, dass Fahrzeug auch auf sehr kalten Straßen besser unter Kontrolle zu haben. Weiterhin ermöglichen optimale Winterreifen ein besseres Anfahren, Lenken und Anhalten.

Was ist der Unterschied von Winterreifen gegenüber Sommerreifen?Eis See

Wie auf Bild 1 zu sehen braucht man auf dem Eis die richtigen Kufen oder würden Sie Eishockey in Badelatschen spielen? Neben der Mischung verfügen Winterreifen über weichere Profilblöcke und die Lauffläche hat zusätzliche Lamellen, diese sorgen auf einer Schneefahrbahn für eine bessere Bodenhaftung.

Was sind winterliche Straßen- bzw. Wetterverhältnisse?

Schnee über Nacht zeigt Bild 2, wer unter diesen winterlichen Bedingungen noch Sommerreifen fährt, dürfte ein sehr großes Problem haben.

Gefahren mit Sommerreifen

Ohne diskutieren zu müssen, ist dies gesetzlich geregelt, Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch sowie Eis- und Reifglätte.

  • Glatteis – Wenn Regen als frischer Niederschlag sofort auf dem Boden gefriert (Blitzeis). Als Gefrierender Regen (Raueis) wird ganz normaler Regen bezeichent der auf der Fahrbahn gefriert. Wenn unterkühlte Regentropfen schlagartig gefrieren entsteht Klar-bzw. Glatteis.
  • Schneeglätte – Der auf der Fahrbahn befindliche Schnee wird unter dem Druck von Fahrzeugen oder Fußgängern zu einer glatten Schneeschicht zusammengedrückt.
  • Schneematsch – Schnee der sich nicht zusammendrücken lässt und Grund seiner Feuchtigkeit keine feste Masse bildet und somit zähflüssig bleibt.
  • Eisglätte – Sie entsteht, wenn die auf dem Boden befindliche Nässe gefriert. Es kann sich dabei um Regenwasser oder Schmelzwasser handeln. Eisglätte kann lokal auftreten und es muss nicht Niederschlag vorausgegangen sein.
  • Reifglätte – Wenn die Temperatur der Straße unter dem Gefrierpunkt liegt und die Luftfeuchtigkeit bzw. Nebel anfriert. Auf Brücken und windausgesetzten Straßen besteht besonders Gefahr von Reifglätte.
  • Winterreifen im Ausland – In den verschiedensten Ländern gibt es unterschiedliche Bestimmungen für das Fahren mit Winterreifen. Allerdings sollte vor winterlichen Fahrten von vornherein Winterreifen montiert werden. Bei Fahrten in die Berge sollten noch zusätzlich Schneeketten mitgeführt werden, ein Handfeger, Schneeschaufel und Eiskratzer sollten ebenfalls zur Ausstattung gehören. Vor Antritt der Fahrt sollte man sich auf den Länderseiten aktuell informieren um eventuelle Gesetzesänderungen aktuell zu bekommen.

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