Autofahren im Winter

Seit frühester Kindheit wissen auch alle Autofahrer, dass es im Winter auch einmal schneien kann und der Schnee auch auf der Straße liegt und nicht nur auf dem Rodelberg. Es lässt sich wunderbar rodeln und Skifahren, kann man auch und warum, weil Schnee rutschig und glatt ist.

(die physikalischen Vorgänge spielen dabei keine Rolle)

Als Kind ist man noch klug genug zu wissen, dase es glatt ist und dann, dann ist man erwachsen und nicht mehr klug. Man setzt sich im Winter hinters Steuer seines Autos und hat nur noch Termine vor den Augen die keine sind und feuert ohne Rücksicht auf die winterlichen Verhältnisse auf den Straßen los.

Im folgenden die absolut dümmsten Entschuldigungen für unangemessene Geschwindigkeit:

  •  Ich muss pünktlich in der Firma sein – muss man sein ganzes Arbeitsleben lang und kann etwas früher losfahren
  • Ich habe einen Arzttermin – kann man notfalls im Zeitalter der Mobiltelefone um 15 Minuten verschieben
  • Ich muss einkaufen – muss man wirklich oder drückt nur der Konsumzwang, irgend etwas ist immer im Kühlschrank
  • Ich muss schnell zur Geburtstagsfeier – die Feier geht bestimmt nicht nur 5 Minuten, kommt man zehn Minuten später an ist die Begrüßungsfreude um so größer
  • Ich muss zum Weihnachtsmarkt – Weihnachtsmärkte haben mehrere Wochen geöffnet, bei schlechten Straßenbedingungen kann man den Besuch des Marktes auch verschieben
  • Ich muss mein Kind aus der Schule oder Kindergarten holen – besser später abholen als im Krankenhaus landen
  • Ich muss nach Hause – einer der allerdümmsten Entschuldigungen, es ist doch unwichtig wann der nächste Unsinn gepostet wird oder die neueste Kaffeemaschine angeschaltet wird, Gäste können auch einmal ein paar Minuten warten, für den Notfall gibt es immer noch ein Mobiltelefon
  • Ich habe einen Geschäftstermin – solche Ausreden gebrauchen keine Geschäftsleute, diese haben ihre Zeiteinteilung unter Kontrolle und dadurch niemals Zeitdruck außerdem wissen sie wozu es Mobiltelefone gibt.

Es gibt nur ganz weniges wichtiges was schnell erledigt werden muss und alle diese Fahrer haben Fahrzeuge mit blauen Leuchten auf dem Dach und eine Signalhorn.

Jeder Kraftfahrer hat also soviel Wissen von frühester Kindheit an, dass jedes Jahr der Winter kommt einmal etwas früher und einmal etwas später.

Was soll da jedes Jahr die Diskussion über Winterreifen?

Für die neuesten Modelle iPhone, Smartphone, Tablets oder Laptop ist auch immer Geld da, nur nicht für die eigene Sicherheit.

Nach den Winterreifen kommt noch der Handfeger, ein Eiskratzer, Enteiser für die Scheiben bei Bedarf Schneeketten und eine Schneeschaufel, im Normalfall reicht auch eine Kehrblech sowie eine Decke ins Auto.

Die Fahrweise auf verschneiter Straße

Nachdem die Scheiben frei sind, Rundumsicht und nicht nur ein kleines freies Loch in der Frontscheibe, kann die Fahrt losgehen. Angefahren sollte mit Räder in Geradeausstellung dabei sollte ganz langsam angefahren werden, um ein durchdrehen der Räder zu vermeiden. Klappt es nicht wie gewohnt kann auch der 2. Gang zum anfahren genutzt werden.

Lassen Sie die Kupplung langsamer los als wie gewohnt!

Weiter beschleunigen, dann auf den 2. Gang wieder ruhig Gas geben und so weiter bis die gewünschte Geschwindigkeit erreicht ist.

Muss aus einer Parklücke mit eingelenkten Räder herausgefahren werden, sollte noch etwas gefühlvoller angefahren werden.

Kommt das Fahrzeug in Bewegung nicht gleich Gas geben, sondern in gleich bleibender Geschwindigkeit aus der Parklücke heraus fahren, Räder gerade aus lenken und danach erst beschleunigen und schalten.

Übung im Winter

Um sich an eine andere Fahrweise zu gewöhnen, sollte nicht zügig durchgeschaltet werden sonder gleichmäßig in den unteren Gängen die Geschwindigkeit gehalten werden.

Bremsen im Winter

Beim abbremsen des Fahrzeuges sollte erst die Geschwindigkeit herabgesetzt werden, leicht abbremsen und Gang für Gang heruntergeschaltet werden. Bremsen Sie vor einer Kurve solange die Rädern noch in Geradeausstellung stehen. Verlassen Sie sich nicht alleine auf das ABS oder Stabilisierungseigenschaften moderner Fahrzeuge.

Bremsweg im Winter

In der Fahrschule wird ordentlich gelehrt wie der Bremsweg berechnet wird, wohl der unsinnigste Lehrstoff. Wer in einer Notsituation eine Gefahrenbremsung durchführen muss und erst noch Rechenaufgaben wie Geschwindigkeit, Reaktionsweg und Bremsweg macht kracht garantiert auf.

Wie lange der gesamte Brems- bzw. Anhalteweg ist hängt von den Reifen, der Bremsanlage, der Geschwindigkeit, dem Fahrzeuggewicht und nicht zuletzt vom Fahrzeugtyp ab und dem Straßenbedingungen ab.

Alle Werte des Bremsweges sind nur Grundwerte.

Lieber mehr Sicherheitsabstand als zu wenig, so können Sie sehr langsam das Fahrzeug abbremsen und laufen nicht Gefahr, dass der Hintermann auf Ihr Fahrzeug auffährt, der in den meisten Fällen nicht genügend Abstand hält.

Sicherheitsabstand im Winter

In der Fahrschule heißt es “immer auf den Vordermann aufschließen”, dass trifft lediglich bei einer Kreuzung, Bahnübergang oder Stau zu. Unter Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit kann man nicht auf den Vorausfahrer aufschließen höchstens man fährt schneller als man darf. Wenn der Vordermann 100 km/h fährt und Sie auch kommt man nicht an der Vorausfahrer heran. Bei glatter Straße sollte der Sicherheitsabstand verdoppelt besser noch verdreifacht werden.

Mit genügend Sicherheitsabstand sind Sie auf der sicheren Seite und Leute die es eilig haben können in Ruhe überholen.

Lassen Sie diese Fahrer fahren, denn sie wissen nicht was sie tun.

Autofahren im Schnee

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Was man auch immer wieder beobachten kann: Manche Leute fahren mit halb vereister Frontscheibe los, in der Hoffnung, dass es schon irgendwann wegtaut. Gerade morgens bei winterlichen Lichtverhältnissen sehr riskant…

  2. Wenn Sie bergauf fahren, sollten Sie nicht zu langsam fahren, da andernfalls die Gefahr besteht, dass Sie an Stellen, die stark verschneit sind, stecken bleiben. Sollten Sie sich dennoch einmal festfahren, hilft oft ständiges Vor- und Rückwärtsfahren.

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